Eine verrückte Geschichte. Ich habe zu J. S.Bachs Cello Suiten ein Aluminium- Bild geschnitten und gemalt. Das Ergebnis war niederschmetternd- Plastisches und Farbe gingen nicht zusammen, der Übergang vom Naturalismus zur abstrakten Symbolik war nicht nachvollziehbar. Ich knickte das Blech erst einmal in drei Teile und kam darüber zur Trommel-Form. Diesen Zylinder stellte ich auf einen Plattenteller und machte mit der iPhone- Kamera ein Vdeo bei 32 Umdrehungen. Das war ein Blick zurück ins 19. Jahrhundert, „ als die Bilder laufen lernten“. Sicher noch nicht das Gelbe vom Ei, aber verheißungsvoll…
Das Video ist auf YouTube zu sehen: Axel von Criegern: Film 10.Towards moved pictures (Art77blog, Nr. 130)
Autor: art77blog
Eine Zwischen-Zeichnung (Nr. 129)
Bisher habe ich Zinkblech entweder gefaltet und dann bemalt oder mit dem Hammer getrieben. Meine Erfahrungen mit dem Ziselieren von dünnem Aluminiumblech wollte ich auf eine Zinkarbeit übertragen. Ich schnitt und faltete (knickte, bog, kantete…) das Blech. Angesichts der Stärke des Materials wollte ich die Oberfläche mit kräftigen Schlägen eines spitzen Werkzeugs rasterartig punktieren. Ich begann die erste Teilfläche mit solchen „Pocken“ zu überziehen und- war blockiert . Meine Vorstellung hatte weder die wechselnde Richtung der Flächen, noch deren Größe oder gar den Lichteinfall berücksichtigt.
Um weiterzukommen, ahmte ich diesen Vorgang als Zeichnung nach und „hämmerte“ ein kleines Stück Papier mit dem Kugelschreiber. Durch Verdichtung , Grössenveränderung und unterschiedlliche Ausdehnung versuchte ich Rhythmus und Lebendigkeit zu erzeugen.
Um es kurz zu machen : das hatte eine klärende Wirkung , ließ mich beim Blech die Punktdichte wechseln , vor allem aber unterschiedliche Punz-Werkzeuge einsetzen. Was war geschehen? Ich konnte jetzt die kleinen Flächen nicht nur im plastischen Zusammenhang sehen, sondern auch in der grafischen Gestaltung , sozusagen im Bildzusammenhang.
Für mich war das wichtig, weil ich eine Zeichnung zum ersten Mal bewusst nicht als Vorzeichnung oder eigenständige Arbeit, sondern in dieser speziellen Situation (und Funktion) angefertigt habe.
P.s. Ich habe bei Paul Klee in seiner „ bildnerischen Formenlehre“ etwas ähnliches erwartet, bin aber nicht fündig geworden. Der Grunddafür ist: Mein Beispiel ist nicht grundlegend, sondern situations-und methodenorientiert.
English Summary
My punching experiences come from thin aluminium sheets. Last week I tried to transfer these experiences on heavier . I started with a vision of a completely covered sculpture and started to cut and form the metal. Soon my unregularly spread point punches appeared incidental and not very inspired. Now I transferred metal punching on very small paper and hit it with a ballpoint instead of a pin or cisel. It was a crucial step from the sculptural, threedimensional concept to a picturesque perception. Now I continued my work watching the sculpture becoming a multiview, 3-D graphic. Since the drawing was placed inmidst of a creative process in a complete differerent material and size I called it an inbetween drawing- Zwischenzeichnung!
Künstler-Schriftsteller und die raue Wirklichkeit ( Nr. 128)

Q
Viele Künstler-Autoren haben wahrscheinlich schon ähnliches erlebt: Ein Jahr Amerika hatte zu einer Rahmengeschichte für meinen naturwüchsigen Helden „ Tuwo“ angeregt. Eine Gruppe der Tuwos bricht eines Tages mit einem Schilfboot auf und landet in einer nordamerikanischen Stadt. Nach einigen ganz besonderen Erlebnissen treten sie ernüchtert die Heimfahrt an.
Ich hatte zwei Skizzenbücher mit dieser Bildgeschichte gefüllt und dem Redakteur eines großen süddeutschen Verlags gezeigt. Zuvor hatte ich bei diesem Verlag bereits zwei kunstpädagogische Bücher und ein Taschenbuch zum Thema „ Skizzieren und Zeichnen von A bis Z“ veröffentlicht. Ein günstiger Umstand war, dass der junge Mann von einem Verlag kam, bei dem ich ein Handbuch der Ästhetischen Erziehung herausgegeben hatte. Sozusagen ein Vertrauensvorschuss. In engem Kontakt mit dem Redakteur und in regelmäßigem „Lieferungen“ entstand die Geschichte zusammen mit Federzeichnungen. Zur Übergabe des Manuskripts trafen wir uns im Verlag. Der Redakteur war in euphorischer Stimmung und ich sonnte mich in seiner Begeisterung. Als ein Mann durch das Besprechungszimmer huschte, eilte ihm mein Redakteur nach und konnte ihm wohl noch einen Blick auf die Tuwo-Saga abtrotzen. Kurze Zeit darauf kam er am Boden zerstört zurück. Das sei der Vertriebsleiter gewesen, der dringend von dem Projekt abrate und es auch nicht zu vertreiben gedenke. Angesichts meiner Fassungslosigkeit bot der junge Mann an, das Buch vertragsgemäß herzustellen, -aber eben nur das! Zorn und verletzter Stolz liessen mich mein Jahrhundertwerk einpacken und die Heimreise antreten. So etwas hatte ich vorher und auch später nicht erlebt, obwohl ich eine Reihe von Buch-Pannen hinter mir hatte und noch einiges vor mir liegen sollte. Mein Rat für alle, die in eine vergleichbare Situation geraten heißt, durchziehen und herstellen lassen. Die Zeiten ändern sich wieder und der Verlag muss sich wegen der Herstellungskosten auch etwas einfallen lassen.
ENGLISH SUMMARY
This may happen to any author: you offer a project to the editor of a big publisher. You have an agreement and even a contract. You both cooperate in an excellent way. The day when you celebrate the delivery of your work together with the editor, the sales manager passes by. He is not willing to sell it!! In my case the shock injured and offended me and my work; I grapped my manuscript and drove home. Please, never ever do this. The contract obliges the publisher to produce your work what ever they tell you . It is a sad matter of fact, that you very rarely find another publisher for your work if this happens!
Blog-Urlaub / Blog Break (Nr. 127)

Aus der Feder eines leidenschaftlichen Senior-Bloggers liest sich dieser Titel nicht überzeugend. Aber Tatsache ist, dass das Bloggen als Kunst verstanden, denselben Anforderungen unterliegt wie jede andere kreative Produktion.Es geht um Planung, Spontaneität, Kontinuität, Energie. Ob Pariser Boheme um 1900, ob exzessiver Rauschmittel-Konsum, Eremitentum, Wechsel des Materials oder der Gattung- es ist immer dasselbe. Es geht darum den Motor, das, an was man glaubt, in seiner Funktion aus einem gewissen Abstand zu beobachten und zu überdenken . Hier könnten als Beispiele eingefügt werden: Chopin und George Sand auf Mallorca, Hemingway in Spanien, Picassos literarische Arbeitsphasen, Pollock und der Alkohol u.v.a.m. Hier kann man aber auch unfreiwillige „Urlaube“, wie Michelangelos widerstrebendes Nachgeben der päpstlichen Anordnung die sixtinische Kapelle auszumalen oder die innere Emigration von Künstlern zur Umgehung des Arbeitsverbots, anführen.





English Summary
I take the chance of a easter-break with the larger family , children and grandchildren, to get some distance to my work, including blogging. Blogging as an art itself follows the rules as any other creative production.
I take the chance of a easter-break with the larger family , children and grandchildren, to get some distance to my work, including blogging.
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Zweidimensinale „Skulptur “ (Nr. 126)

Man kann sagen, dass alle Arbeiten auf flachen Bildträgern im Kern die Aufgabe enthalten, Raum darzustellen.In meinem speziellen Fall geschieht das ohne Abbildungs-Absicht. Wie wenn ich mit Hammer und Meissel arbeite, „schlage“ ich mit Bleistift oder Marker Punkte aufs Papier. Diesen Prozzess verfolge ich mit mittlerer Aufmerksamkeit . Nach einigen Punkten bringe ich dadurch Raum (-ilusion) aufs Papier, dass ich den Abstand zwischen den Punkten vergrössere oder verkleinere. Dabei gibt es keine Vor-stellung, sondern nur diesen Prozess. Wie eine Landschaft breiten sich die Punkte aus. Wenn bei diesem kleinen Format die Grenzen erreicht sind, gibt es unleugbar kleine, abschliessende Korrekturen in Richtung Bild.
Such ich Vergleiche in der Kunstgeschichte, führt der Weg zu den“Pointillisten“, v. a. George Seurat . Das betrifft aber nur die behutsame Modellierung der Körper und Gegenstände, aber nicht das Ziel. Seurat wollte abbilden, ich aber in diesem Beispiel nicht. Ich behandle Metall, Holz, Stein im selben Modus: in erster Linie ohne Abbildungs-Absicht.

English Summary

I am a „Fan“ of almost static , monumental drawings, as those of the „Pointillists“, f.e. George Seurat. But there is a basiic difference. My kind of „pointillisme “ is abstract. It may happen that while watching the points growing on paper an allusion of something real comes up. But this is not the target! Because I practice the same method in stone, metal,wood, I call it „two -dimensional sculpture“.
Tondo ( Nr. 125)
Axel von Criegern, Tondo („aus dem Zentrum heraus“), Acrylstifte, 22x 21 cm. ©avc2018
Bei meinen Untersuchungen zu Gestaltungsgrundlagen wollte ich dem statischen Raster ein zentrifugales, „explosives“ Verfahren gegenüberstellen.
Zwar haben die schwarzen Zeichen, die in alle Richtungen weisen, Unruhe erzeugt, aber es fehlte die Gegenkraft in Form der Zentrierung. Das bewog mich zum Einkreisen dieser Formen und zur Betonung des Zentrums durch quirlige Zeichen. Auch beim Einsetzen von Farben versuchte ich diese Rund-Form zu unterstützen. Deutlich ist auch der schwarze innere Ring, der die Tellerform wiederholt. Der kleine kompakte, rote Kreis in der Mitte erinnert an eine Zielscheibe. 
Ich nenne das Bild „Tondo“ weil es den typischen Scheibencharakter hat. Scheiben-Bilder gibt es seit der Antike. Die Rundkomposition (ital. Ro-tondo ) wurde aber erst im 15.Jhdt in Italien zur künstlerischen Herausforderung ( u.a. Botticelli, Michelangelo). Hierzu steht nun allerdings mein Tondo quer! Zur Kreisform habe ich mich ja erst später entschlossen, um der Dynamik einen Rahmen zu geben. Dieses Verfahren erinnert mich mehr an das Zentrieren eines Tonbatzens auf der Drehscheibe als an das Komponieren in der vorgegebenen Kreisform.
Möglicherweise hat zum Schluss die Assoziation eines kosmischen Körpers die hellen Punkte im schwarzen Raum ausgelöst. Durch Stephen Hawkings Tod am 14. März 2018 und die gewichtigen Nachrufe bewegt, geht mein Blick aber auch zurück zum 1784 von Etienne-Louis Boullee‘ in Kugelform entworfenen Kenotaph für Isaac Newton.
English Summary
After reflecting geometric basics of composition I started drawing black signs and symbols to explore centrifugal effects in design. Soon it looked awfully disordred. Thinking about a remedy I decided to try the model „Tondo“. It was hard work because I had to re-model my design from a wild growth to a circular composition. At the beginning of the 15th century the „tondo“ became an interesting task for artists. But here it was different. Because I had no tondo-concept I had to prune my design to a circle and do my best to create an inner order. The result, specially the stars brought to my mind a famous kenotaph by french architect Etienne Boulee from 1784 for Isaac Newton.Finally the death of Stephen Hawking the day before was a macabre parallel.
Teppich mit Predella (Nr. 124)

Vor der durchgängigen Geometrisierung eines Bildes habe ich einen Riesen-Respekt. Im Fall des Bildes zum Beitrag habe ich Zeichen und Muster an- und nacheinander gesetzt. Das Beitragsbild entstand so als entspannte Reaktion auf den in Nr. 123 erlebten „Übersprung“, dem Aufbegehren gegen die Vorstellung eines Gitters. Relativ früh kamen die dunkelblauen, geraden Linien hinzu, die Richtungen angeben und geometrische Körper andeuten. Später und im deutlichen Gegensatz zu dem oberen geometrischen Teil habe ich die kleinformatigen, gelben, figürlichen Konturen mit den offenen Farbakzenten hinzugefügt.
Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen einem vorgegebenen Gitter und dem Takt, auf den gestalterisch reagiert werden muss und dem sich selbst schaffenden Rhythmus. Im ersten Fall ist das Um- und Überspielen gefragt, im zweiten Fall das Aufbauen und Fügen, das Schaffen einer Tektonik. Ich weiß nicht warum, aber vor der letzten Konsequenz scheue ich bei dieser Methode zurück. Mir sind die offenen Stellen wichtig, der Durchbruch ins Freie, der Blick in den angrenzenden Raum mit seinen Geheimnissen. Psychologisch betrachtet würde ich sagen: ein ziemlich dubioser Charakter!
English Summary
There is a huge difference between a grid- based design and the free growth of a mosaic-like design. We just have to look at Paul Klee and other artists from the Bauhaus or later the Black Mountain College to see the mastery in design. I also love it, but have some problems finishing it. Its a kind of fear to annoy the observer – including myself. So at a certain point I try to escape, change composition and style and create a seperate scenenery. In this small design I stopped the steady growth of the carpet with a straight line and continued with a kind of „predella“, as we know it from medieval altar- pieces.
The hidden grid or drawing for freedom (Nr. 123)

Den Entstehungsprozess, der zu diesem Bildchen führte, habe ich mit Hilfe eines Films beschrieben (YouTube: The hidden grid or Drawing for freedom). Es ist der dritte Teil der Diskussion meiner These, dass ein orthogonales Gitter (Raster) eine wichtige Orientierung auch für moderne Künstler abgeben kann. Den ersten Teil hatte ich an einem Gitter mit eingefüllten geometrischen Zeichen erarbeitet (Nr. 121). Der zweite Teil war die Übertragung meiner Argumente auf die Entstehung eines Blech-Reliefs ( Nr. 122 ) und nun gehe ich soweit zu erörtern ob es auch so etwas wie verinnerlichte Raster gibt. Gegen Ende der Zeichen-Arbeit reizt es mich einen Farbschleier darüber zu legen. Das Ergebnis ist die so nicht beabsichtigte Ablösung vom Raster-Design. Die (Zer-)Störung der innigen Beziehung zwischen einem vorgestellten Raster und der Gestaltung empfand ich unerwarteter Weise als ‚Befreiung vom Gitter‘ (Daher der Titel des Posts). Weisse Marker- Striche, Schriftanklänge und mutwillige Bleistiftspuren beschleunigten diese Ablösung. Anschließend an eine andere Diskussion über das Verhältnis von Sprache und Bild schweiften meine Gedanken während dieser Arbeit zu der Frage nach Gesetzmäßigkeiten,Syntax und Logik des Bildes ab. Das ist ein Thema, das auf den ersten Blick sehr rückwärts gewandt erscheint. Andererseits geht es in solchen Untersuchungen auch um den Beitrag von Bildern zur ästhetischen „Aufklärung“. Eine nie auszuschöpfende Diskussion: Gibt es ästhetische Verbindlichkeiten jenseits vom individuellen,Genie‘ ? Darauf werde wohl auch ich immer wieder zurückkommen.
English Summary
In Post Nr.-121 and Nr. 123 I discussed the value of a grid or raster for design. In a third approach I observe how far design reacts to internalized grids. It was fascinating to watch how my little drawing almost creeped towards an invisible frame, looking for a hold. On a certain point I painted a light yellow-ocre over the drawing. In a moment there were no more connections to an imaginated grid. For some reasons I felt happy for being escaped from the ´prison´ of grids feeling free again.
Vergl. YouTube: „The hidden grid or Drawing for freedom.“. 4:35 Min.
Ein Metallrelief entsteht (Nr. 122)

Ich selbst bearbeite Blech seit ca.20 Jahren. Damals suchte ich ein statisch zuverlässiges, schneid- und formbares Material um im Zusammenhang mit meinen Arbeiten zu Jan Steen (1626-79) Figuren herzustellen. Eine andere Bedeutung bekam Blech später als Bildträger für mich. Dabei ging es mir um die Öffnung der Bilder nach hinten und vorn, um die „Befreiung des Bildes aus der Gefangenschaft in der Fläche“. Geschnitten und lackiert entstanden auf diese Weise Reliefs.
Wieweit Raster ( Vergl. „Rhythmus-Abstand-Raum“, art77blog, Nr. 121 und „Mein Film 3“ auf YouTube) auch für meine Blecharbeiten von Bedeutung sind, habe ich in den letzten Tagen am Beispiel eines Reliefs erprobt. In ein dünnes Blech aus einer Aluminium-Legierung habe ich als erstes ein Raster aus Quadraten geritzt (s. Bild oben). Ein Ausfüllen jedes Quadrats mit Zeichen, wie ich es im Post Nr. 121 demonstriert habe, wäre mit der Blechschere schwierig und erzwungen gewesen.Dagegen bekam das Raster während der Arbeit zunehmend die Funktion eines Orientierungs-und Dialogsysrems. Ich orientierte mich zwar an den Feldern, aber mehr im Sinne einer Heruasforderung, auf die es zu reagieren galt.
Bisher habe ich Blechreliefs vor allem geschnitten und bemalt. Bei dieser Arbeit entschied ich mich für eine grafisch-plastische Bearbeitung in Form von Texturen und Strukturen , für die ich alle möglichen Werkzeuge verwendete. Das Verfahren selbst ähnelt einem Web-oder Knüpfvorgang. So wie ich bei den Schnitten auf das Raster reagiert habe, sucht ich beim Punzen, Ziselieren, Gravieren einen Rhythmus, der auf das Raster Bezug nimmt. Zugegebenermassen ist das ein von Intuition bestimmtes Vorgehen, ein Spiel mit dem orthogonalen Gitter, ein mutwilliges Überspringen von Grenzen, ein kurzes Zusammenklingen um dann zu noch größeren Bögen oder filigranen Verdichtungen zurückzukehren. Dabei wurde mir aber wieder deutlich wie sehr ich auf dieses Wechselspiel von Regelhaftigkeit und Spiel fixiert bin. Es ist ganz offenssichtlich der Motor meiner Kreativität.
English Summary
Punching, driving, chasing of thin sheet metal is familiar to arts and crafts since at least 4000 years. Gold cups from Mykene or the discoveries in the tomb of Tut ench Amun are impressing examples. Today is this craft not in the focus of the arts. I use sheet metal since 20 years for statues and as picture area for paintings. Cutting the picture area with plate-shears produced reliefs, which I then painted with laquer. Following my thesis of a grid-based design (s. Nr. 121) I scratched a grid on an aluminium-sheet and worked than with all kind of tools, without colours, ony punching, hammering, pressing,chasing.The result is a texture with a particular rhythm. It is more a creative answer to the straight grid than following the order.

Rhythmus-Abstand-Raum (Nr.121)

Allen meinen künstlerischen Projekten und Experimenten liegt ein langweiliges Muster zugrunde, gegen das ich arbeite und das ich doch brauche. Am besten lässt es sich als Gitter darstellen, in dessen annähernd quadratische Felder ich geometrische ZEICHEN einfülle. Dieses Gitter zu „animieren“ – das ist meine Kunst. In dem Umspielen dieses Grund- Musters fühle ich mich Paul Klee und letztlich dem Bauhaus verbunden. Tatsächlich sind die ersten Schritte immer spielerisch, um dann bei jeder weiteren Entscheidung ernster und spannender zu werden. Auf dem Video zu diesem post gehe ich den ersten von vielen möglichen Wegen, den des „Schreibens“; Zeile für Zeile. Bei allem, was ich gestalte, geht es immer um eine Auseinandersetzung mit dem Raster. Sogar bei Material-Experimenten , Knautschen von Blech, langsamen Herausarbeiten von Formen aus Hartholz u.a.m. ist das Gitter das Maß aller Dinge‘.
English Summary
In long, long years I realized, that all my artistic work has the grid as base. Without beeing aware of this, the vision of a grid is the support and hold of my practical work and also of critique. But this is not a simple guide. In the same moment when I feel guided I start to fight against it and struggle or freedom. So art happens for me between two extremes. Of course I feel very much related to Paul Klee and his years at the „Bauhaus“. See also my corresponding video on YouTube.
YouTube :Axel von Criegern Mein Film 3




