Verwirrend transparent (art77blog.Nr.190) | Art77blog

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Verwirrend transparent (art77blog.Nr.190)

„Vexierbild“, Fotografie ©️2019
Das ist ein „unbehandeltes“ Foto meiner iPhone-Kamera. Zu sehen ist eine verglaste Atelier-Tür. Die Bilder sind im Atelier, also hinter dem Glas. Davor sitzen drei Männer an einem Tisch. Sie werden im
Glas ebenso gespiegelt wie die Bäume und die Landschaft dahinter. Ich sitze ganz links und habe die Aufnahme während des Gesprächs mit den beiden jüngeren Kollegen gemacht. Warum ich sie gemacht habe? Erstens weil ich das #„Vexieren“, das Verstecken, Verwirren und „An der Nase herumführen“ spannend finde und zweitens weil mich die zusammengeklappte Vielschichtigkeit und Transparenz in diesem Moment besonders angesprochen hat. Die Sache mit dem Vexieren ist eine in der Kunst-und Kulturgeschichte zurück zu verfolgende Unterhaltung; Transparenz, einschließlich Spiegelungen, faszinieren als erlebte Transzendenz unserer Alltagswahrnehmung. Als ein frühes Beispiel denke ich an den kleinen Konvex-Spiegel auf der #„Arnolfini-Hochzeit“ von #Jan van Eyck. Dass diese „Transzendenz“ sehr wohl verwirren kann, ist ein Nebeneffekt der Fotografie, der u.a. längst zu jeder Form der #Manipulation eingesetzt wird.

English Summary
Confusion and Transparency .

When I talked with my son and a nephew in the garden right in front of the studio I noticed a strange „picture“ in the large glass door. We were reflected sitting in the green garden with a tree covered hill in the background. One could see some of my paintings inside the studio. My iPhone-shot was a true picture puzzle based on our limited perception and the reflections in the glass door.

„Metakunst“ (art77blog Nr.189) | Art77blog

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„Metakunst“ (art77blog Nr.189)

Jan Steen und ich ( geht so malen?)©️2019

Als ich neulich das Wort „#Metakunst“ las, meinte ich, dass dieses Wort eigentlich gut beschreibt was mich interessiert und was ich mache. Natürlich stimmte das beim genaueren Studium nicht mehr so hundert-prozentig, dennoch sehe ich da schon meine künstlerische „Heimat“. Das betrifft natürlich meinen ‚alten‘ Freund Jan Steen (1626-1679), dessen Werk ich künstlerisch „aufgemischt“ habe, aber auch meinen Versuch in diesem blog künstlerische Fragen, die nicht nur mich betreffen, mit eigenen Worten und Bildern darzustellen. Bei alldem ging es mir aber nicht um meinen eigenen künstlerischen Zugewinn, sondern um Aufklärung, um die Lust am Fragen: „Wie geht Kunst?“ Das ist keine Schutzbehauptung um schwächere künstlerische Leistungen zu rechtfertigen, sondern um eine Abgrenzung von den großartigen Werken der eigentlichen Metakunst einer Ulrike Rosenbach, Andy Warhol, Timm Ulrich, Brigitte Maria Mayer, Cindy Sherman oder den Filmen von Peter Greenaway u.a.

Lit.

Stoichita, V.I. Das selbstbewusste Bild- Vom Ursprung der Metamalerei, 1998 (franz. 1993)

Zuschlag, Christoph: „Vom Kunstzitat zur Metakunst- Kunst über Kunst im 20. Jahrhundert.“ In E. Mai, K. Wettengl (Hg.) Wettstreit der Künste. Malerei und Skulpturen von Dürer bis Daumier. Katalog München 2002. S. 171-189.

Hans Belting, Siegfried Goht (Hg.) Die Frage nach dem Kunstwerk unter den heutigen Bildern. Karlsruhe 1996

English Summary

Metapainting“ refers to the Renaissance-art after its turn off from the predominant clerical duties. The art itself became the major issue (Lit:Stoichita: Metapainting). „Meta-art“ means a particular art after 1960 , when artists employed historical art works for their own art (Lit.:Zuschlag). First I thought this is what I do. But than I realized a major difference. My concept is not to create from the Jan Steen- Studies new art works but to enlighten about the works of this 17th century artist with support of my own artistic interventions.