#Mimesis (art77blog.axel-von-criegern.de Nr.247)

„Still life-real life“ , Fotografie: Myriam Resch, ©️2020

Was mich an diesem Foto begeistert, ist das Spiel mit mehrfachen Realitäten. Das Bild an der Wand ist gemalt ( Acryl auf Leinwand): Der übervolle Zitronen-Korb aus Metall steht auch auf dem Foto im Vordergrund, jetzt aber „in echt“. Möglich, dass der Moment nach dem Malakt festgehalten wurde, die Farbe ist kaum getrocknet; es kann sich aber auch um ein späteres Arrangement handeln-ein „schönes Motiv“. Das wäre nicht nur ein Zeit-Unterschied, sondern auch eine andere Wahrnehmung. Im ersten Fall wäre es die Dokumentation einer eben abgeschlossenen Aktion, im zweiten ein interessantes Motiv, das sehr bewusst wahrgenommen und elegant ins Bild gesetzt wurde. Der Titel „Still life-real life“ spricht für letzteres.
Konzentriert man sich auf das Foto, dann beginnt die „Nachahmung“ mit der Motiv-Suche. Sowohl die waagrechte Tischkante (goldener Schnitt) als auch die zarten Zweige auf der linken Seite (‚japanisch‘) orientieren sich am Gemälde im Himtergrund. Die abweichende Perspektive ist dem Streben geschuldet beide Motive, Hintergrunds-Bild und echten Zitronenkorb, ins Bild zu bekommen. Die Fotografin, selbst Malerin, verarbeitet eine Reihe von ‚Referenzen‘. Dazu gehören # „Bild im Bild“, #„Vorbild-Nachbild“, „Komposition“, #„Zeit im Bild“, „Farbe“, #„Fotoästhetik“, #„Früchte-Stilleben“, #„Kunstfotographie“. Danke Myriam für dieses wunderbare Foto.
#„Mimesis“ ist ein sehr zu empfehlender Artikel in Wikipedia. Mich hat besonders die Entwicklung von Plato bis heute (u.a.Adorno und Derrida) interessiert.

English Summary

From the german painter Myriam Resch I got this photograph titled „still life and real life“.The idea of the photographer was to show the same lemon basket painted in the background and on a marble table in the foreground. The photograph itself refers to this differerence in a pleasant and sophisticated way. It reminds a philosophical discussion since Plato, who didn’t like „mimesis“, imitation, on his way to the „ideas“. Aristoteles ranked the importance of „mimesis“much higher than Plato. More and more it became the basic reference of any art. Even the most abstract theory and work knows „mimesis“ as background and contrast.


„Ein musikalisches Diktat?“(art77blog.axel-von-criegern.de Nr.246)

# Kunst und Musik #musikalisches Diktat #art77blog Nr 245,Nr.239, Nr.228, Nr.227,Nr.226, Nr.225, Nr.224,Nr.223 #Rhythmus und Melodie #eigene künstlerische Arbeit #Komposition #Klang der Bilder #Intonation #Artikulation #ästhetische Klassen

Eine „Unvollendete“ , Wachskreiden auf Zeichenpapier, 39x27cm, ©️ 2020

Situation: Schönes Morgenlicht im Atelier. Ich höre Franz Schuberts „unvollendete“ Sinfonie (h-Moll). Wachsmalstifte liegen in Reichweite und laden dazu ein, sie wieder mal zu benutzen. „Es macht mich an“ Schubert zu folgen , auf ihn zu reagieren und künstlerisch etwas „ herauszuholen“. Es ist der klassische Vorgang der Mischung zweier ästhetischer Klassen: der musikalischen und der bildnerischen. Auf den musikalischen Rhythmus reagiere ich lustvoll und dynamisch mit heftigen Strichen. Sie setzen Zeichen und gestalten Zwischenräume („Pausen“). Zeichen werden in das Papier eingegraben. Dazwischen und darunter gelegt weiche Farbwolken. Sie sind im Gegensatz zu den Rhythmen „melodiös“. Die Farb-„Intonation“ ist bewusst heiter, lediglich in der linken unteren Ecke ballt sich ein „Grollen“.
Der „Interpret“ bringt natürlich seine eigenen „Artikulationen ein. Formen und Entscheidungen , die sich in vielen Jahrzehnten in unzähligen Arbeiten geformt haben. So ist das, was manchem ungeübten Auge als Kindergekritzel erscheinen mag, in letzter Konsequenz eine Komposition. Man kann also nicht von einem ‚Diktat‘ sprechen, sondern von zwei „Sin-fonien“.
p.s. Das Verhältnis von Musik und Bild war und ist ein altes Thema, das beide Seiten beschäftigt hat. (Zur jüngsten Geschichte: Karin von Maur, Der Klang der Bilder, 1995). Persönlich interessiert mich zu beobachten wie weit meine Beschäftigung mit diesem Thema meine künstlerische Arbeit beeinflusst:
# art77blog Nr 245 :“Da ist Musik drin“, Nr 239: „Unaufhörliche Transformation“, Nr 228: „ Kunst ohne Handwerk?“ Nr 227:“Es ist der Klang…“ Nr 226:“Klang-Kopf“. Nr 225:“Klangteppich über Bildobjekten“. Nr 224:“Der Klang der Holzskulpturen“. Nr 223:“Da ist Musik drin!“

English Summary

Here is what I watched as I drew with wax crayons on white paper and listened to Franz Schubert‘s „unfinished symphony“. In the bright morning light I chose a brilliant red, blue, yellow, green and pink. I used them to draw a kind of handwriting. The strong rhythm of the music can be seen in the drawing. But there was no correspondence between the ‚letters‘ and the melody. So I put clouds-like patches between and under the ‚letters‘. To dramatic phases of the music I responded with a bundle of nervous lines in the lower left corner. In my opinion, the result shows that neither the music nor the drawing predominate, but a mixture of visual and acoustic elements.

„Ein musikalisches Diktat?“(art77blog.axel-von-criegern.de Nr.246)

# Kunst und Musik #musikalisches Diktat #art77blog Nr 245,Nr.239, Nr.228, Nr.227,Nr.226, Nr.225, Nr.224,Nr.223 #Rhythmus und Melodie #eigene künstlerische Arbeit #Komposition #Klang der Bilder #Intonation #Artikulation #ästhetische Klassen

Eine „Unvollendete“ , Wachskreiden auf Zeichenpapier, 39x27cm, ©️ 2020

Situation: Schönes Morgenlicht im Atelier. Ich höre Franz Schuberts „unvollendete“ Sinfonie (h-Moll). Wachsmalstifte liegen in Reichweite und laden dazu ein, sie wieder mal zu benutzen. „Es macht mich an“ Schubert zu folgen , auf ihn zu reagieren und künstlerisch etwas „ herauszuholen“. Es ist der klassische Vorgang der Mischung zweier ästhetischer Klassen: der musikalischen und der bildnerischen. Auf den musikalischen Rhythmus reagiere ich lustvoll und dynamisch mit heftigen Strichen. Sie setzen Zeichen und gestalten Zwischenräume („Pausen“). Zeichen werden in das Papier eingegraben. Dazwischen und darunter gelegt weiche Farbwolken. Sie sind im Gegensatz zu den Rhythmen „melodiös“. Die Farb-„Intonation“ ist bewusst heiter, lediglich in der linken unteren Ecke ballt sich ein „Grollen“.
Der „Interpret“ bringt natürlich seine eigenen „Artikulationen ein. Formen und Entscheidungen , die sich in vielen Jahrzehnten in unzähligen Arbeiten geformt haben. So ist das, was manchem ungeübten Auge als Kindergekritzel erscheinen mag, in letzter Konsequenz eine Komposition. Man kann also nicht von einem ‚Diktat‘ sprechen, sondern von zwei „Sin-fonien“.
p.s. Das Verhältnis von Musik und Bild war und ist ein altes Thema, das beide Seiten beschäftigt hat. (Zur jüngsten Geschichte: Karin von Maur, Der Klang der Bilder, 1995). Persönlich interessiert mich zu beobachten wie weit meine Beschäftigung mit diesem Thema meine künstlerische Arbeit beeinflusst:
# art77blog Nr 245 :“Da ist Musik drin“, Nr 239: „Unaufhörliche Transformation“, Nr 228: „ Kunst ohne Handwerk?“ Nr 227:“Es ist der Klang…“ Nr 226:“Klang-Kopf“. Nr 225:“Klangteppich über Bildobjekten“. Nr 224:“Der Klang der Holzskulpturen“. Nr 223:“Da ist Musik drin!“

English Summary

Here is what I watched as I drew with wax crayons on white paper and listened to Franz Schubert‘s „unfinished symphony“. In the bright morning light I chose a brilliant red, blue, yellow, green and pink. I used them to draw a kind of handwriting. The strong rhythm of the music can be seen in the drawing. But there was no correspondence between the ‚letters‘ and the melody. So I put clouds-like patches between and under the ‚letters‘. To dramatic phases of the music I responded with a bundle of nervous lines in the lower left corner. In my opinion, the result shows that neither the music nor the drawing predominate, but a mixture of visual and acoustic elements.

Glück in der Kunst(art77blog.axel-von-criegern.de Nr.245)

“Hölderlins Xylophon“, 5 Holz- Klangkörper ©️2020

Gute Kunden,gute Galerien,gute Ausstellungen, gute Umsätze -wir wissen, was Künstler/innen glücklich macht. Aber es gibt noch andere Glücksmomente. Einen habe ich vor ein paar Tagen erlebt als es darum ging mein, für unser Hölderlin-Projekt entstandenes, „Hölderlin-Xylophon“ in die Tübinger Galerie „Fingur“ zu transportieren. Zusammen mit dem Künstler und künstlerischen Leiter Pit Eitle ear das kein Problem. Wir stellten das Ensemble von Klangkörpern auf eine breite Fensterbank . Neugierig und verspielt ergriff Pit die beiden Schlegel und „präludierte“ locker drauf los. Mir blieb sprichwörtlich der Mund offen stehen. In diesem Moment löste sich bei mir ein Knoten: als ich das hörte, glaubte ich wieder an mein Vorhaben den Zusammenhang von Klang und plastischer Form zu erforschen! Ich war dabei gewesen vom Glauben an mich abzufallen, als buchstäblich aus heiterem Himmel und ohne Ankündigung das Glücksgefühl aufstieg:“Heureka!“- es lohnt sich weiter zu machen.

English Summary
We all know what makes an artist happy: good galeries, good sales, good press etc. Four days ago I stumbled in an different and unexpected outburst of happiness. I have carved wood for month searching for a connection of mass and sound. It was frustrating! In this moment an artist and percussionist (which I didn‘t know before) started to play my „Hölderlin-xylophone“. I couldn’t believe it, it was overwhelming, breathtaking!! My selfconfidence returned.

#see Youtube „Axel von Criegern“

Gibt es eine „europäische“ Kunst? (art77blog.axel-von-criegern.de Nr.244)

Computerarbeit nach Jan Steen (1626-1679) „Abfahrt vom Wirtshaus“ ©️2020

Natürlich gibt es die „Europäische Kunst“! Regale voll Bücher und viele Einrichtungen lassen keinen Zweifel aufkommen. Heute würden wir sagen, gemeint sind Künstler*innen, die aus der EU stammen, wohnen und arbeiten. Allerdings ist das zeitübergreifend nur bedingt gültig. Stichworte sind byzantinische Künstler in Ravenna , Venedig (die Mosaike! ), ‚muslimische‘ Künstler am Hof Friedrich II in Sizilien und Apulien oder Spanien (Cordoba!), Kandinsky ( Blauer Reiter und Bauhaus) u.v.a.
Bei der Lektüre des eben erschienen Buches von #Jürgen Wertheimer: Europa. Eine Geschichte seiner Kulturen.(Penguin, München 2020), stieß ich auf einen Gedanken, der mich die Frage nach der ‚europäischen‘ Kunst neu stellen lässt. Wertheimer räumt der #Aufklärung des 18.Jahrhunderts und ihres Scheiterns die Bedeutung einer historischen Wende in Europa ein. Am Beispiel von #Denis Diderot, dem Mit- Begründer der einmaligen #„Encyclopedie“ und Verfasser des Dialogs #„Rameaus Neffe“(1762) entwickelt der Autor das #„ dialogische Prinzip“ als bleibendes Erbe der Aufklärung und erklärt das #„System Aufklärung“ zum #
„Synonym für Europa“. Dann folgt die Überleitung zur Gegenwart „Wir sollten Europa immer wieder an diesen Teil seines Erbes erinnern. Es ist unser USP ( #Wikipedia: „Alleinstellungsmerkmal“) aber auch das Herz unserer individuellen und kollektiven Kommunikationstechnik-und zwar von Beginn an.“ (S.330) Da ich selbst Kunst als ‚Kommunikationstechik‘ verstehe, wirft das für mich neue Fragen nach ‚europäischen‘ Merkmalen der Kunst auf. Und natürlich: wenn ich bereits eine plausible Antwort hätte, würde ich sie sofort und mit bestem Gewissen preisgeben!

English Summary
If you look for ‚European Art‘ Wikipedia will tell you something like ‚art made in Europe‘ or by european artists, and there is nothing wrong. Reading a recently published book of Jürgen Wertheimer, Europa.Die Geschichte seiner Kulturen (Penguin, Munic 2020) I got an idea for a more essential answer. Following Wertheimer the
dialogue is the most important result of the enlightenment. The enlightenment is the ‚USP‘, the brand of Europe . His call is never forget this roots of of the European culture and makes me think about a different answer to what European art is . But this will be a real tough job…

Kunst braucht das „U“ (art77blog.axel-von-criegern.de Nr 243)

„Rederijker- Sprechmaschinen“, Feder, Aquarell ; 20x20cm,©️Von Criegern 2001

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es die Einteilung ‚Unterhaltungsmusik‘ und ‚ Ernste Musik‘. Es ging um Bewertungen, auch im materiellen Sinne. Vergleichbare Unterscheidungen kennt die „Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst“. Hier hat die Bewertung von Bildern im Internet jüngst für Unruhe gesorgt.
Meine Meinung ist, dass Kunst dringend die ‚leichte‘ Kunst als Ausgleich braucht. Schon die Antike unterschied zwischen dem dionysischen und appolinischen als Prinzipien. ( s. Winckelmann, Schelling, Nietzsche u.a.). In der Neuzeit ist das 17. Jahrhundert ‚mein‘ Modellfall . Moliere gegen Racine, Vermeer contra Ostade, Gryphius und Grimmelshausen. Bei Jan Steen (1626-1679) ist das Unterminieren der ‚bierernsten‘ Kulturproduktion eigenständiges Mittel. Sei es durch Mimik der Hauptfiguren oder ‚krass’ subversive Aktionen, wie wenn ein Junge auf den abgeschlagenen Kopf des Goliath pinkelt, den David bei der triumphalen Rückkehr am Fuss einer Treppe abgelegt hatte. Das Lachen zwingt den Betrachter dazu ein ikonographisch ‚festgefahrenes‘ Thema neu zu sehen und zu reflektieren. So etwas setzt eine offene Gesellschaft voraus, in der die „künstlerische Freiheit“ gewürdigt wird. Für Künstler(innen) sind solche Einfälle lebenswichtig. Viel unscheinbarer zeigen sie sich dort wo der Kanon der Kunst selbst zum Ansatz von ‚Störungen‘ reizt. Ein Beispiel ist die geometrische Kunst, wenn sie sich nicht an die ‚Regeln‘ hält. Und genießen wir es nicht alle, wenn wir ähnliche Brüche im Alltag entdecken?

English Summary
Art needs a touch of entertainment! We don‘t want to be bored. We don’t want to hear or see what we already expect. Although the repetition is required to a certain extension, not only to please but also to understanding . My
little design reflects the solemnity of amateur actors‘ performances. We encounter this kind of amusement every day when we find strange features in a commercial or surprising details in nature. So entertainment is not only vital for the arts…

# „E und U“ : Sehr guter Überblick in Wikipedia
# Appolinisch und dyonisisch“ in Wikipedia
# art77blog.axel-von-criegern.de : „Wie geht Kunst?“, edition cantz 2019
# art77blog „Du bist ein clown!“; „wissen als künstlerische Behinderung?“(Nr.230); „Wir sind Hölderlins Erben“(Nr 219); „Mein Freund Jan Steen“ (Nr 206); „Die Dichter( Rederijkers) (Nr 146); „Italienisches Straßen-Theater“(Nr 139); „Mein steiniger Weg zu Johann Sebastian Bach“(Nr 118); „Jan Steen und das Blech“( Nr 113); „Meine Bilder müssen mich unterhalten“(Nr 43)
#Jan Steen.Maler und Erzähler. Hg. Chapman,Kloek,Wheelock,Jr. Belser, 1996.

Das Warenzeichen des Bäckers Modestus (art77blog.axel-von-criegern.de Nr.242)

Links: „Flora“ ,Wandbild aus Stabiae, Museum Neapel. 1.Jh. n.Chr. Rechts: angeblich das Warenzeichen des Bäckers von Modestus aus Pompeji ( Foto :Tilman Rösch ©️2020)

Die beiden Archäologen erstarrten: da lag zwischen Servietten, Gebäck und Aperitiv-Gläsern ein ca. 3 cm grosses Artefakt mit einem dunkel-schokoladenfarbnem Stempel. „Pompeji !!“ entfuhr es den beiden. Ohne Zweifel die Silhouette einer sich elegant und tänzerisch bewegenden Frau. Während das Untergewand rhythmisch Musik zu skandieren schien und die Figur fast schweben ließ, verriet die straff über den Busen und die Schultern gewickelte Stola die Würde einer römischen Dame. Das Ganze hatte etwas von abgebrochenenem Brot. „ Sollte es etwa …?“ Man hatte bei Grabungen in Popeji an einem Haus den Hinweis auf einen Bäcker mit Namen Modestus gefunden. Könnte das gar ein Qualitätsstempel des dann allerdings nicht so bescheidenen „Modestus“ sein? Das wäre beispiellos und sensationell. Nach dem verheerenden Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n. Chr., waren wohl schon bald Überlebende zurückgekehrt um unter der Asche-und Gesteinsschichten nach allem zu suchen, was sie in Panik hatten liegen und stehen lassen. Viel wahrscheinlicher war aber dass bei einer der späteren (Raub-) Grabungen so ein Bruchstück in den Grabungsschutt geraten und dort nach Hunderten von Jahren entdeckt worden war. Ein völlig unangemessenes Lachen riss die Gelehrten aus den Träumen: das sei ein Stück von der „Focaccia“, die die Dame des Hauses gebacken hätte und das Schwarze seien zusammengebackene Oliven. Also nix Sensation. Das sahen aber andere nicht so: Kurze Zeit später wurde getwittert: „Archäologische Sensation: antiker Brotstempel in Pompeji entdeckt!!“

English Summary
Two archaeologists and their wives met for an aperitivo. Enjoying their aperol spritz they both shouted loud and pointed at a small kind of artefact inmidst of the plates, glasses and napkins: „Look at this, unbelievable!“ In a bread-like brown object a black silhouette of a dancing lady seemed to be stamped in. They knew from a baker with name ‚ modestus‘ in old Pompeji, but a bread-stamp??? The laughter of the ladies woke them up. It was the piece of a real „Focaccia“ with handful of black olives baked together. But what was that: A tweet announced: „Sensation! Brand („sigillum“) of an ancient pompeian bakery found“ Now our two scholars and their wifes looked pretty perplexed, believe me.


#Lit. Marcel Brion, Pompeji und Herculaneum, zweite deutsche Auflage Köln 1965 ( engl. Original: Pompeii and Herculaneum. The Glory and the Grief)