Alles Spiel? Everything game? (art77blog. axel-von-criegern.de Nr.358)

Prof. Wolfgang Urban, einer der raren Universalgelehrten, schaute  ins Atelierfenster und improvisierte einen so schönen Text, dass ich ihn  bat ihn schriftlich auf einem Notizblatt festzuhalten: „Erfahrung des Ateliers als einer Werkstatt des Spiels, einer Hingabe an das Spiel, an das spielerische „Arbeiten“ und der im Spiel geschenkten Freiheit samt den damit gegebenen Zu-Fällen.“

In einem wohlwollend feiernden Vorwort („HOMO LUDENS ODER DER PROFESSOR ALS SPIELKIND DER KUNST“) zu dem 2009 erschienen Buch # „Meine Bilder“ stellt der vielseitige Bestseller-und sehr erfolgreiche Fernseh-Autor Peter Prange die Frage „Wer oder was ist Axel von Criegern nun also? (…)Ein gelehrtes Spielkind der Kunst, das für sich selber zeichnend und malend die eigene Tradition entdeckt und damit gleichzeitig für andere neue Türen zur Kunstgeschichte öffnet. Ein homo ludens, der.sich selbst und sein Werk im Probieren erfährt und verändert….“(Hervorhebungen und Auslassungen von mir)

Gut, „Spielen“  und „Spiel“ sind wohl Schlüsselwörter, denen ich selbst wahrscheinlich schon mehrfach Vorschub  geleistet hatte. Soweit habe ich auch keinen Einwand.

  • Peter Prange hat noch einen abschließenden Satz geprägt, den ich damals zuwenig gewichtet habe: „Mit einem Wort: ein Mensch, der sein eigenes Leben als Kunstwerk begreift und gestaltet.“.    Hier wird die Sache mit dem Spiel komplizierter. Ich verspiele nicht mein Leben, wenn ich täglich mit der Kunst spiele. Die Dominanz des spielerischen Umgangs mit der Kunst war auch erst nach der Entpflichtung von Institutsleitung,  Lehre und Forschung an der Justus von Liebig-Universität Gießen denkbar und zugleich problematisch geworden. Damit fiel nämlich der Ernst des Lebens, und damit der Gegenpol zum Spiel schlagartig weg. Nach einer Reihe von Lücken-Aufgaben bot mein Internet-blog „art77blog“, der ab 2016 mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks und zunehmend begleitet von Instagram-Einträgen bei WordPress, bzw. bei Facebook erscheint, einen gewissen Ersatz. „gewiss“ weil es für den blog nicht den Hauch des Zwangs oder der Notwendigkeit gibt. Es lag ausschließlich an mir dem blog diese Funktionen zu geben.
  • Soweit das ideale Tableau für ein „Leben als Kunstwerk“. Der schwierigste Gegner ist das, was wir landläufig Realität  nennen. Und diesem Gegenspieler sind Empathie und Spiel fremd. Er kennt nur Starke und Schwache, Gewinner und Verlierer. Unter diesen Bedingungen sein Leben selbst zu bestimmen, geschweige denn als Kunstwerk zu gestalten, ist schwer genug.  
  • Dank an #Peter Prange Dank an  #Wolfgang Urban und  Dank meiner Frau, die seit 58 Jahren das wichtigste Bollwerk gegen die unangenehmen Seiten der Realität ist.
  • #Criegern, Axel von:Meine Bilder. Wasmuth Verlag, Berlin, Tübingen, 2009

From Sound to Form.(art77blog. axel-von-criegern.de Nr.357)

From sound to form

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Remember last week.(#art77blog Nr.356) when I followed the way of working out the „calabash“-Almost halfway happened a strange thing. I was reading for the first time in my life about art sociology and art politics. What I knew before were the positions of the ideological critical Frankfurter Schule including Walter Benjamin, Jürgen Habermas,  Georg Lukacs and some more- What I read now was quite different. #Howard Becker in his book „art worlds“ focussed on the production of art works and everybody who contributes:to that: galleries, museums, educators, consultors,curators, collectors and so on. It was this importance of PRODUCTION that made me change my mind. Now I tried to perform the calabash in the best way I could, employing the sound only to control the development from time to time.Because I dont use machines, it was a real challenge for my craft as wood carver. And it was so completely new to find words to describe this microprocess. I have to think about that.

Anyhow I felt like back to the roots of art: craft. My next job is to connect the performance of the calabash with the growing sculpture. It will probably be an attempt to balance the formal levels of all parts.

#Howard S.Becker. „Art World“. Berkeley 1982.

#Very important is the lecture of Tom Bevers: Zum Verhältnis von Kunst, Geschiche und Soziologie. In:Halbertsma, Marlite and Zijlmans ,Kitty (ed.) Gesichtspunkte. Kunstgeschichte heute (Reimer  1995)  p.197-218. 

„Ein Klang wächst“ (art77blog.axel-von-criegern.de Nr. 355)

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Es ist schon ein Weilchen her, daß ich den Klang von Materialien entdeckte und zum Thema einiger blog posts machte (#art77blog Nr.222, 31. Januar 2020: „Dimensionen des Materials“). Es folgten einige Beiträge dazu. Mit der eindrucksvollste war, als Pit Eitle, künstlerischer Leiter der Tübinger Galerie „Fingur“, mein „Hölderlin Xylophon“ spielte (#You tube..Mein Kanal,  Juli,2020). Damals ging es um das Erforschen der Beziehung von Klängen und Holzformen. Beim Weiter-Bearbeiten meines Lindenholz-Blocks (#“Wie beim Zahnarzt“ -art7blog.axel-von-criegern.de Nr. 349. 1. Juli 2022), fiel mir ein solcher Klang „in die Hände“ ( besser „in die Ohren“).

Beim Klären und weiteren Bearbeiten der offenen Formen testete ich mit einem Klöppel mehrere Vertiefungen und stellte fest, daß der eindrucksvollste Klang aus einer Form entstand, die Ähnlichkeiten mit einer „Kalebasse“ (#Wikipedia ). hatte. Die Musiker werden sagen: „klar!“ Für mich war es ein Fingerzeig, in welche Richtung ich weiter arbeiten kann. Fazit:Manchmal ist  eine Corona-Pause auch zu etwas gut!!!

It’s been a while since I discovered the sound of materials and made it the subject of some blog posts (#art77blog #222, January 31, 2020: „Dimensions of the Material“). A few posts followed. One of the most impressive was when Pit Eitle, artistic director of the „Fingur“ gallery in Tübingen, played my „Hölderlin Xylophone“ (#You tube..Mein Kanal, July,2020). At that time it was about exploring the relationship between sounds and wood forms. While continuing to work on my linden wood block (#“Like at the dentist“ -art7blog.axel-von-criegern.de No. 349. July 1, 2022), such a sound „fell into my hands“ (better „into the ears“).

Clearing and further working the open shapes, I tested several indentations with a mallet and found that the most impressive sound came from a shape that resembled a „calabash“ (#Wikipedia ). would have. The musicians will say: „Of course!“ For me it was a pointer in which direction I can continue to work. Conclusion:Sometimes a Corona break is also good for something!!!

„Stenogramm“/shorthand (art77blog.axel-von-criegern.de Nr. 352))

Gestern war eigentlich mein blog-Tag. Über 6 Jahre veröffentliche (poste) ich  schon jeden Freitag den Beitrag zu art77blog. Ich hatte tagelang an einem Bild gearbeitet, aber plötzlich verließ mich der Mut. Es sind gezeichnete Gedanken. Aspekte der Gestaltungsmöglichkeiten in unserer Zeit. Aber weder das Bild, noch meine Aufschriebe dazu schienen mir bereit zum Veröffentlichen/posten zu sein. Letztlich war es die Bemerkung einer Künstler-Freundin, daß meine Beiträge immer mehr „Stenogramm-Charakter annehmen, die mich dazu brachte, das Bild heute zu posten. Denn mit „Stenogramm“ meinte sie nicht die Texte, sondern die Bilder und ich wollte das positiv verstehen.

Im größeren Zusammenhang der Fragen der Raum-und Bewegungsdarstellung in derModerne, versuchte ich mich von meinem Tisch im Atelier aus an einer Panorama-Darstellung von rechts nach links: Regal mit Mappen, kleine Holzfiguren auf einem Fensterbrett, Geranien vor den Fenstern usw. Ich stellte die wahrgenommenen Dinge in Form eines Fächers dar. Historisch ist das nicht neu. Diese Form führt zu den Versuchen im 19.Jahrhundert zurück, die letztlich von der der Entwicklung der Fotografie ausgelöst wurden (#Geschichte der Fotografie).  Meine Probleme entstanden dadurch, daß ich eine Abbildung der Dinge weder wollte noch leisten konnte. Damit drängten sich die Fragen der Bild-Komposition in den Vordergrund. Die Komposition arbeitete gegen das Panorama. Ich zeichnete jetzt einzelne Segmente des Fächers ein und versuchte mich an einer unterschiedlichen Einfärbung der Abschnitte. Das war für mich keineswegs zufriedenstellend. Also arbeitete ich innerhalb der Segmente einzelne Motive stärker heraus. Na ja, das war’s dann. Natürlich ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Da war mir die Beobachtung der Freundin hinsichtlich des „Stenogramms“ hoch willkommen. Es ist eben ein weiteres Stenogramm meines Ringens um die Kunst. Danke Helga!

Yesterday was actually my blog day. For more than 6 years I have been publishing (posting) the article on art77blog every Friday. I had been working on a picture for days, but suddenly I lost heart. They are drawn thoughts. Aspects of design possibilities in our time. But neither the picture nor my notes on it seemed ready to be published/posted to me. Ultimately, it was an artist friend’s comment that my posts were becoming more and more „shorthand in character“ that prompted me to post the picture today. Because when she said „shorthand“ she didn’t mean the texts, but the pictures, and I wanted to understand that in a positive way.

In the larger context of the questions of the representation of space and movement in modernism, I tried my hand at my table in the studio for a panorama representation from right to left: bookshelves with folders, small wooden figures on a window sill, geraniums in front of the windows, etc. I posed the perceived things in the form of a fan. Historically this is not new. This form leads back to the attempts in the 19th century, which were ultimately triggered by the development of photography (#History of Photography). My problems arose from the fact that I neither wanted nor could afford to depict things. This pushed the questions of image composition to the fore. The composition worked against the panorama. I now drew individual segments of the fan and tried to color the sections differently. That was by no means satisfactory for me. So I worked out more individual motifs within the segments. Well, that’s it then. Of course, the result is not satisfactory. My friend’s observation of the „shorthand“ was very welcome to me. It’s just another shorthand of my struggle for art. Thank you Helga!

 

Ein „zweites Bild“:Poesie gegen „Postkarte“(art77blog.axel-von-criegern.de. Nr. 351)

Um eine Seite des Wilhelmsstifts  in Tübingen im „Postkarten“-Stil zu malen, habe ich mir zum Garten Zugang verschafft und in der Sommerhitze stehend, aquarelliert. Das Bild ist nicht schlecht geworden, aber es ist „abgemalt“. Der für mich bei der Motiv-Wahl wichtige Charakter einer # Renaissance-Architektur war auf der „Postkarte“ nur völlig untergeordnet in der hintersten Ecke zu erkennen.

In einem zweiten Anlauf im Atelier, reagierte ich erst einmal mit abstrakten Farbflecken auf meine Unzufriedenheit und fügte eine kleine Treppe links unten aus der Erinnerung ein. Von der linken Hauswand war mir ein halbgeschlossenes Fenster mit flachen Bögen in Erinnerung. Der entscheidende, das Bild prägende Schritt bestand darin die grossen Bögen über einem Treppenhaus auf der rechten Seite groß in die Mitte zu rücken. Das wurden dann aber Bögen mit ´gekröpften` Rahmen und Rollen, die man so auf dem „Postkartenbild“ vergeblich sucht. Ohne direkten Bezug zum Motiv fügte die Phantasie noch alle möglichen Gestalten ein, die aus den anfänglich abstrakten Farbflecken entstanden.

Meistens wird die Erscheinung, dass auf ein konkretes Motiv eine freie, abstrakte Lösung folgt, als #stilistischer Fortschritt gemeint und verstanden. So habe ich mein „zweites Bild“ auf keinen Fall verstanden.

#Anders als bei der italienischen Renaissance-Architektur ist die geschichtlich spätere deutsche Renaissance-Architektur bis auf wenige Ausnahmen weniger von dem neuen geometrisch-körperlichen Verständnis als von dekorativen Elementen bestimmt. So wird auch von einem „Rollstil“ gesprochen. In Tübingen sind sowohl das große Portal des Wilhelmsstifts als auch das untere Tor zum Schloß Hohentübingen typisch.

#Hier fällt mir immer die Entwicklung von Bildreihen bei Piet Mondrian ein.

In order to paint one side of the Wilhelmsstift in Tübingen in „postcard“ style, I gained access to the garden and, standing in the summer heat, painted with watercolours. The picture hasn’t gone bad, but it’s „repainted“. The character of # Renaissance architecture, which was important for me when choosing a motif, was only completely subordinate in the farthest corner of the „postcard“.

In a second attempt in the studio, I first reacted to my dissatisfaction with abstract patches of paint and added a small staircase on the bottom left from memory. From the left wall of the house I remembered a half-closed window with flat arches. The decisive step that shaped the picture was to move the large arches over a stairwell on the right side to the center. But then they became bows with ‚cranked‘ frames and rolls, which one looks for in vain on the „postcard picture“. Without direct reference to the motif, the imagination added all sorts of shapes that emerged from the initially abstract patches of color.

Most of the time, the phenomenon that a concrete motif is followed by a free, abstract solution is meant and understood as #stylistic progress. That’s not how I understood my „second picture“ at all.

 

„Wie beim Zahnarzt“(art77blog.axel-von-criegern.de Nr.349)

Der Lindenstamm hat im oberen Abschnitt im Inneren weiche Stellen. Mit dem Beitel höhle ich diese Stellen aus. Das feste, helle Holz bleibt stehen. Das ganze erinnert sehr an die Arbeit des Zahnarztes. Allerdings würde ich es sehr übel nehmen, wenn er sich dabei vergleichbare künstlerische Freiheiten erlauben  würde! Oder verbirgt sich das hinter dem Schwerpunkt „Ästhetische Zahnheilkunde“?

Die Kamera als Werkzeug (art77blog.axel-von-criegern.de. Nr.347)

Da ist es, eines der Tübinger „Postkarten-Motive“, das ich „in meiner Art“ malen soll (Auftrag): Der Neptun-Brunnen auf dem Marktplatz. Zum Glück habe ich mein Mobiltelefon dabei. Ein Klick. Gut gewählter Ausschnitt. Beim Fotografieren denke ich schon an die Tauglichkeit als Vorstufe für die künstlerische Weiterarbeit.

Vorteil:

Ich muss nicht selbst ein Motiv (des touristischen Voyeurismus) sein und kann im Atelier arbeiten. Das heißt , daß ich zwischen Grafit-Stift, Feder und Tusche, Wasser, Aquarell und Acryl-Stiften mit weicher Spitze rasch wechseln kann. Und daß ich je nach Lust und Laune zu verschiedenen Zeiten daran sitze. Das ist spannend, aber nicht hektisch, weniger „stressig“.

Nachteil:

Ich muss versuchen, die „good vibrations“, die ich vor dem Motiv haben könnte, ´.aufzurufen´. Und es sind nicht nur die good vibrations, sondern auch meine zeichnerisch-malerische Handschrift, die ich ´abstrakt´ aktivieren muss.

 

„Sur le motif“ (art77blog.axel-von-criegern.de. Nr.345)

„Allez sur le motif“-so beschrieb Paul Cezanne (1839-2oo6) seine Art  Motiven auf den Leib zu rücken. Das ging mir durch den Kopf, als ich mich ausgerüstet mit Block und einem Einkaufswagen voll Farben, Lappen, Wassergefäß, Pinseln u.a.m. zum Malen dieses Bildes vor dem Renaissance- Portal des Wilhelmsstifts in Tübingen einrichtete. Ich fragte die Bedienung des gerade öffnenden Bistros, ob ich das grosse Fass vor der Tür als Unterlage verwenden dürfte. “Klar, kein Problem. Möchten sie etwas trinken?“Also Nettigkeit gegen Nettigkeit: „Ja danke, einen Cappuccino.“

Danach nahm die Katastrophe ihren Lauf.Jetzt wurde es unprofessionell. Aus der Tiefe des Einkauf-Karrens holte ich Gouache- und Acrylfarben.  ´Aber  wohin damit?´ Ich legte einen Zeichenblock auf den Wagen und das mitgebrachte Wassergefäß und Pinsel auf das Faß. Der Platz wurde knapp. Dabei hatte ich nicht einmal eine Palette dabei! Die hatte ich im Atelier liegen lassen. Was tun? Nachdem ich mit ein paar Bleistift- Strichen die Proportionen festgelegt hatte, drückte ich einfach einen Klecks der Farbe, mit der ich beginnen wollte, aus der Tube auf den großen Acryl-Block.   Bald stellte sich das Gefühl des unausweichlichen Scheiterns ein. Gut, ich hatte schon lange nicht mehr unter solchen Bedingungen gemalt. .Inzwischen strömten immer mehr gut gelaunte Menschen in die Stadt. Meine Laune sank gegen Null,  verstehe ich doch Kunst als Form der Kommunikation und reagiere im Prinzip auf jede Bemerkung. Sollte ich wirklich meine Ungeschicklichkeit, ungeplantes Vorgehen, meine sich steigernde Unzufriedenheit kommunizieren? Zum Glück hat ein Freund, ohne mich anzusprechen und von mir unbemerkt, dieses Foto gemacht und mir per Messenger geschickt. Mit diesem Foto und seinem Kommentar „Schönes Motiv“  hat er viel dazu beigetragen, mich mit meinen Problemen, die sich  „sur le motif“ einstellten, zu versöhnen. Sah die Szene doch von außen betrachtet geradezu professionell aus.  Danke Benjamin!

p.s. Erschwerend kam noch hinzu, daß diese Arbeit Teil eines Auftrags, mehrere gängige Tübingen-Motive nach Art von „Postkarten“ zu malen, war!

English

„Allez sur le motif“ – this is how Paul Cezanne (1839-2oo6) described his way to paint.That’s what went through my head as I set up in front of the Renaissance portal of the Wilhelmsstift at Tübingen, equipped with a pad and a shopping cart full of paints, rags, a water container, brushes, etc. to paint this picture. I asked the waitress of the bistro that was just opening if I could use the large barrel in front of the door as table. „Of course no problem. Would you like something to drink?” So nice vs nice: “Yeah thanks, a cappuccino.”

Then the catastrophe took its course. Now it got unprofessional. From the depths of the shopping cart I took gouache and acrylic paints. ‚But  where to put it?‘ I put a drawing pad on the wagon and the water vessel and brush I had brought with me on the barrel. Space was running out. I didn’t even have a palette with me! I left them in the studio. What to do? After establishing the proportions with a few pencil strokes, I simply squeezed a dab of the paint I wanted to start with from the tube onto the large acrylic block. Soon the feeling of inevitable failure set in. Well, I hadn’t painted under such conditions for a long time. .Meanwhile more and more good-humored people streamed into the city. My mood sank to zero, because I understand art as a form of communication and basically react to every comment. Should I really be communicating my clumsiness, unplanned actions, growing dissatisfaction? Luckily, without speaking to me and without my noticing, a friend took this photo and sent it to me via messenger. With this photo and his comment „Beautiful motif“ he did a lot to reconcile my problems that arose „sur le motif“. From the outside, the scene looked professional, doesn’t it?. Thank you Benjamin!

p.s. To make matters worse, this work was part of an order to paint several common Tübingen motifs in the manner of „postcards“!