„ Heilig nüchtern, lüstern verspielt“ (art77blog. axel-von-criegern.de; Nr.240)

„Heilig nüchtern, lüstern verspielt“, Tusche und Buntstifte, 12x15cm, ©️2020

In diesem Blatt habe ich Gegensätze und Kontraste bei der Bildentstehung beachtet: Sie ziehen und stoßen sich kontinuierlich an und ab. Leichte, schriftähnliche Elemente formen sich über festen Strukturen und umgekehrt lauere ich geradezu darauf, wie und wo ich feste Strukturen mit dieser verspielten Welt verbinden kann. Das soll der Titel vermitteln: „Bierernst“ ist für mich keine durchgängige Option! Er wird mit Lust in Frage gestellt, wobei ‚lüstern‘ bereits sprachlich das Unterminieren des ernsten Habitus parodiert. (Der von mir hoch geschätzte F.H. möge verzeihen !) „Spielerisch“ ist mein Weg ganz offensichtlich um dem „End“gültigem und den dahinter drohenden Gefahren der Langeweile, der Unterdrückung und des Todes zu entkommen. Heute spricht man viel von „Resilienz“ als Fähigkeit des Einzelnen mit der Offenheit unserer Gesellschaft und deren Anforderungen zurecht zu kommen. So könnte man mein „Konzept“ verstehen. Allerdings steht dabei die produktive, kreative, nicht die Stress-vermeidende Komponente im Vordergrund. So wird im Moment der sich abzeichnenden Problemlösung mutwillig mit dem nächsten Konflikt gespielt.(… „Und das soll Kunst sein?!“ )

English Summary
The issue of this post is the question why I am shy to handle art as a serious job. I never cared too much about this but I lately realized that it is a very personal feature. I obviously don’t trust any „final solution“. Those are rarely human! Of course am I fascinated by decisively acting persons, but only so far as they respect the individual freedom and dignity. We should have learned from history. Fortunately there are and were artists who even as perfectionists didn’t become victims of ideologies. I would say that in my special case it is the joy of life, the positive view, play and entertainment I work fore.

3 Gedanken zu “„ Heilig nüchtern, lüstern verspielt“ (art77blog. axel-von-criegern.de; Nr.240)

  1. Lieber Jens,natürlich werde ich dir das nicht sagen! Es gibt eine witzige Antwort Max Liebermanns: ‚Wenn ichs sagen könnte, bräuchte ich es nicht zu malen..‘ (sinngemäß abgwandelt) Ich freue mich darüber wie du den blog verarbeitest!

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