„Du bist ein Clown!“ (art77blog,Nr. 163)

…sagte meine jüngere Schwester zu mir. Das war nicht böse gemeint, vielmehr sah sie mich so. Sie hat damit meine frühe Neigung zum ‚daneben‘ und ‚außerhalb‘,zur Groteske und zum Spiel getroffen. Zur Neigung Konflikte durch Lachen oder komische Vorschläge zu entspannen. Lange Jahre ließ ich keinen Zirkus aus; meine erste Liebe dauerte nur ein paar Tage, trug ein glitzerndes Kostüm und wir machten uns durch den Zaun neben den Raubtierkäfigen ‚schöne Augen’. Wenn eine Band auf der Straße spielt, bin ich auch heute noch dabei. Gut, oft sehe ich komisches, wo andere gar nichts besonderes bemerken und Witze liebe ich, auch wenn ich sie nur ganz selten nacherzählen kann.

Vor ein paar Tagen habe ich einen Film im Fernsehen gesehen, der meine Bereitschaft zu lachen, allerdings arg strapaziert hat. Bruno Dumont hat in „Die feine Gesellschaft“ (2016) eines der großen Themen der Bühne und des Films , mit einem neuen Akzent bereichert. Super Besetzung, viel Clownerie, Absurdes, Parodien, Märchenhaft-Groteskes. Ich musste mich anfänglich  vor Lachen krümmen(s. meine Skizzen). Und dann?  Jede Clown-Nummer, die über zwei Stunden geht, endet zwingend in gequältem Lachen. Wenn die erste Salve an Gags verschossen ist, wenn man die Typen und Figuren genügend gewürdigt  hat, wird’s schwierig. Bei Dumont wurden die guten Schauspieler im Wiederholen von Stereotypen verschlissen. Wohl wissend , dass noch etwas aus dem Zylinder gezaubert  werden muss, waren dann die zur Gesellschafts- Komödie gehörenden Armen auch noch Menschenfresser! Das könnte komisch sein, wenn es Vorurteile der „feinen Gesellschaft“ auf die Schippe nehmen würde, dazu war es aber zu Horror-realistisch gedreht. Damit war das kritische Potential  einer ‚höfischen‘ Komödie eines Molière oder Goldoni, der Commedia dell´ Arte oder der Opera Buffa auf Kosten des  absurden Gruseleffekts verschenkt. So gab es dann auch keinen Sieg der unteren Schicht dank bodenständiger Klugheit und List, sondern nur ein Aufhören des Films nach letztlich ermüdenden zwei Stunden und zwei Minuten. Ende des ‚Dramas‘. Das war Stoff für eine #Komödie: „Die Komödien-Killer“. Für mich sind Komödien Bauch- und nicht Kopfgeburten.Sie können gar nicht ‚klamaukig‘ genug sein. Dafür stehen bei mir der Wachtmeister Dimpfelmoser, die Commedia dell‘ arte , aber auch „Ein Fisch namens Wanda“,  und  „Some like it hot“.

Lit. Sehr informativ und hilfreich sind die Artikel unter „Komödie“ in Wikipedia.

Watching a french Comedy-Movie ( Ma Loute, Die feine Gesellschaft) I couldn‘t laugh so happy as I am used to.  The characters were ok. Some good slapstics. The plot focussed on the wealthy people The poor were man-eating monsters. I didn‘t find this amusing at all , missed the typical tension and found the second half boaring.

 

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