„Auf schwarzem Grund“ (Nr. 143)

Vor 2 Wochen fiel mir auf, dass ich schon länger kein Gespräch 

Jan Steen (1626-1679), „Fröhliche Gesellschaft“, Mauritshuis Den Haag

mit meinem alten Freund Jan Steen (1626-1679) geführt habe. 

©️Axel von Criegern 2018

Es war an der Zeit ein neues Thema zu finden um unser Zwiegespräch fortzusetzen. Beim intensiven Betrachten eines seiner ‚Paradebilder‘ , der großen „Fröhlichen Gesellschaft“ im Mauritshuis Den Haag („Wie die Alten sungen…“), stieß ich auf seine hohe Kunstfertigkeit Spitzen zu malen. Andere Kollegen konnten das noch faszinierender, man denke nur an Frans Hals; aber Steen eben auch. Für mich war das mal ein Zugang , der nicht ikonographisch, sondern handwerklich war. Meine erste Reaktion war ein Versuch mit ‚My Brushes‘ auf dem iPhone. Ein lustvolles Kritzeln mit ganz feinen Linien auf tiefschwarzem Grund. Die übrigen Formen knüpfen zwar an Steens Komposition an, folgen aber dem malerischen Weg die Leuchtkraft von Farben auf Schwarz zu erkunden. Für viele mag das banal klingen, bei mir fielen diese Studien mit der Lektüre der Schriften Max Liebermanns zum Verhältnis von „Phantasie“, Inhalt, Thema einerseits und Malerei und Handwerk andererseits, zusammen. Vom Zeichnen und plastischen Techniken kenne ich die Bedeutung der einzelnen Schritte als maßgebliche Bausteine des Ganzen, in der Malerei hatte ich mich dem bisher kaum  anvertraut. Zu Liebermann kam ich von Heinrich von Kleists Schrift „Vom allmählichen Verfertigen der Gedanken beim Sprechen“. Letztlich ging es bei mir darum den einzelnen gestalterischen Schritt als Schritt zur Kunst,  als Entwicklungsschritt auf dem Weg zum Kunstwerk zu verstehen . Ein Schritt, in dem alles zusammentraf: Denken, Träumen, Fühlen, handwerkliches Können, Erfahrung,Wissen,Kritikfähigkeit,Selbstbewusstein. Jan hilf, Ich möchte das Lernen!!!

English Summary                                               

Trying a new approach to old Jan Steen, I focussed on the ability of the dutch painters to realize brussels tips. With My Brushes I designed fine lines on a black ground. It was a book of the fantastic painter Max Liebermann on „Die Phantasie in der Malerei“, that convinced me to give the single brush strike a  crucial basic importance. Another impact had an essay of Heinrich von Kleist with the wonderful subject „Über das allmähliche Verfertigen der Gedanken beim Sprechen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.